Rimsberg im Wandel
Kartoffelernte 1991

die chronik von rimsberg

von Otto Schmitt

Im Jahr 1269 wurde Rimsberg in der Schwarzenburgischen Urkunde zum ersten Mal erwähnt. Damals hiess Rimsberg Rummersberg, danach Rymsberg. Nach 1465 wohnten in Rimsberg 15 Familien. Im 30jährigen Krieg war nur noch eine Familie übrig. Wüst und leer waren die geplünderten Häuser - von spanischen Truppen verursacht -, die Felder waren nicht mehr bebaut worden, weil niemand mehr da war. Vom Jahre 1665 bis 1792 hiess Rimsberg Reinsberg. Danach stand das Dorf bis 1830 unter französischer Verwaltung. Damals hiess Rimsberg Rimsbach. Der Schinderhannes verursachte zu dieser Zeit Angst und Schrecken in unserem Raum. Die Händler mit Fuhrwerken wurden von der Räuberbande in den Wäldern überfallen und vollständig ausgeraubt. Doch schliesslich wurde Schinderhannes zusammen mit seiner Bande gefasst und die Verbrecher wurden in Mainz von den Franzosen geköpft.

Im Jahre 1835 wurde die Schule gebaut, wenig später wurden ein Brunnen im Garten sowie der Friedhof angelegt und die Schulglocke angebracht. Zuvor wurden die Rimsberger in Nohen beerdigt. Ehe die Schule gebaut war, fand der Unterricht abwechselnd in den Häusern statt. Laut Schulchronik wurde von 1796 bis 1966 (als die Schule geschlossen wurde) im später als Gemeindehaus genutzten Gebäude unterrichtet.

Von 1750 bis 1865 wanderten viele Rimsberger Familien aus. Nach Brasilien verschlug es 1835 zwei Brüder mit Familiennamen Nagel, weil die Achatgruben zu dieser Zeit bereits abgebaut waren. Im Jahre 1865 wanderte eine Witwe namens Roth mit ihren fünf Kindern in die USA aus. Andere Familien zogen nach Ungarn, Rumänien und Algerien.

Am 31. Juli 1896 wurde Rimsberg von einem schweren Gewitter heimgesucht, bei dem ein schlimmer Sturm wütete, der mit einsetzendem Hagel die ganze Ernte der Bauern vernichtete. Einige Häuser verloren bei dem schlimmen Sturm ihre Dächer, was noch heute stecken gebliebene Sparren einer Scheune in einer Wiese des Dorfes dokumentieren. In den Jahren 1911 und 1921 dagegen war der Sommer so trocken, dass es überall an Futter für die Tiere fehlte.